Der Croupier

Veröffentlicht: Geschrieben von Marie Pohl

Als Croupier wird der Spielmacher oder Spielleiter des jeweiligen Spieltisches bezeichnet. Der Croupier beobachtet Einsätze der Spieler und achtet auf das Einhalten der Regeln. Er ist Ihr Gegenspieler, Ihr Gegenüber an ihrem Spieltisch. Ein Croupier benötigt ein gewisses Feingefühl, da er mit seiner Aura eine Autorität des Spielanbieters darstellt, ohne dass er seinen Status als Sympathieträger bei den Spielern verliert. Ein tadelloses Gesamterscheinungsbild das die gesellschaftliche Etikette des Spielbetreibers widerspiegelt, ist für einen Croupier Grundvoraussetzung.

Die Tätigkeit

Ein Croupier muss die folgenden Eigenschaften besitzen:

  • Fingerfertigkeit
  • Kontaktfertigkeit
  • Zahlengedächtnis

Grundsätzlich muss ein Croupier ein gelassenes, höfliches sowie sicheres Auftreten vorweisen. Psychologisches Feingefühl sowie Kontaktfreudigkeit zu anderen Menschen wird bei einem Croupier ebenfalls vorausgesetzt, damit auf Gefühle und Gefühlsausbrüche von gewinnenden und verlierenden, insbesondere alkoholisierte Gäste angemessen eingegangen werden kann. Eines muss von jedem Casinogast klar sein, der Croupier ist der Chef am Tisch. Er ist die Autorität am Spieltisch. Zusätzlich sollte ein Croupier eine Zahlen-Affinität haben. Ein ausgeprägtes Zahlen-Gedächtnis ist ein Muss.

Zu den selbstverständlichen Grundkenntnissen eines Croupiers gehört, dass er die Zahlenfolgen in den Fächern vom Roulette-Kessel vorwärts sowie rückwärts auswendig kennt. Nur so ist er in der Lage, auf Annoncen der Gäste fehlerfrei und schnell auszuführen.

Das Kurzzeitgedächtnis

Nicht nur eine ausgezeichnete Fähigkeit im Kopfrechnen, um Gewinne reibungslos auszahlen zu können, sondern auch ein exzellentes Kurzzeitgedächtnis wird von einem Croupier benötigt.

Das Kurzzeitgedächtnis steht bei einem Croupier unter enormer Belastung, da er die schnell wechselnden Annoncen der Gäste fehlerfrei ausführen und die Gesamtheit nach dem Fallen der Kugel den jeweiligen Spielern zuordnen muss.

Ein Hauch von Eleganz und Reaktionsschnelligkeit gehört zu den feinmotorischen Fähigkeiten eines Croupiers. Er muss mit Jetons bei Auszahlungsvorgängen und besonders auch bei den Einsätzen auf dem Spielfeld sicher hantieren können. Die routinierte Fertigkeit im Umgang mit dem Rateau spielt beim französischen Roulette ein große Rolle.

Das moderne Casino

Mit fortschreitender Modernisierung der Spielbanken bekam auch der Croupier erweiternde Tätigkeiten zugewiesen, die der Aufbereitung oder dem Ablauf des Spieles dienen. Hierzu gehören beim Roulette insbesondere die maschinelle Vorbereitung für die Sortierung der Jetons sowie die elektronische Spielaufzeichnung, wodurch die Spieler über den Verlauf des Spieles auf dem Laufenden gehalten werden. Zu seinem Aufgabengebiet gehört zusätzlich die Beobachtung und Bewertung der Spielchancen. Unregelmäßigkeiten wie das abweichen von der statistischen Normalverteilung, die sich in überdurchschnittlichen Gewinnen der Spieler auswirken, werden so umgehend identifiziert.  Auch kameratechnische Aufzeichnungen der Spieltische, die die Spielzüge der Spieler dokumentieren gehören heute zu dem Aufgabenfeld der Croupiers. Diese dienen dazu, eventuelle Streitigkeiten zu schlichten.

Durch die stetige Modernisierung der Casinos, umfasst das Aufgabengebiet der Croupiers inzwischen auch die Betreuung der Automaten. Da hier die Anzahl der Spieler auch immer weiter ansteigt, die Spiele an den Tische hingegen nicht mehr so beliebt sind, werden immer mehr Croupiers auch enorme Fertigkeiten bezüglich der Automaten abverlangt.

Der Wurfcroupier

Der Wurfcroupier achtet auf die korrekte Platzierung Ihrer Einsätze auf den Spieltischen. Er nimmt Ihre Spieleinsätze entgegen und achtet auf das Einhalten der Spielregeln auf beiden Seiten – Casino und Spieler. Er muss gewährleisten, dass die Kugel richtig in den Roulette-Kessel eingeworfen aber auch dass Spieler nicht verpätet Ihre Einsätze vornehmen.

Der Saladier

Der Saladier managet die Jetons auf dem Spieltisch. Wenn Sie Jetons in klein oder groß gewechselt haben – oder Bargeld in Jetons wechseln möchten ist der Saladier genau Ihr Mann. Auch sortiert und sammelt er die Jetons die die Bank gewonnen hat.

Der Kopfcroupier

Dieser nimmt Ihre Einsätze am Spieltisch entgegen. Zusätzlich verwertet er die gewonnen Chips der Bank indem er diese dem Saladier zukommen lässt.

Der Tischcroupier

Der Tischcroupier ist der Cheft des Spiel-Tisches. Er ist vergleichbar mit einem Schiedsrichter. Er leicht zu erkennen da er etwas erhöht sitzt um das komplette Spielgeschehen beobachten zu können. Er sammelt so jede Menge Informationen die er in Sekunden verarbeitet. Er sucht nach fehlern der Croupiers und der Spieler um diese Nachhaltig zu verhindern oder Streit zu schlichten. Jahrelange Berufserfahrung und ein ausgeprägtes Feingefühl für Situationen am Spieltisch sind notwenig um diese Rolle inne zu haben.