Titanic Thompson, mit bürgerlichem Namen Alvin Clarence Thomas, war eine der schillerndsten und legendärsten Figuren im amerikanischen Glücksspiel des frühen 20. Jahrhunderts. Berühmt für seine außergewöhnlichen Wetten, strategische Denkweise und die Fähigkeit, das Glück zu seinen Gunsten zu manipulieren, bleibt sein Name auch Jahrzehnten nach seinem Tod ein Synonym für Mut und Einfallsreichtum in der Welt der Glücksritter.
Wer war Titanic Thompson?
Geboren 1892 in Missouri, wuchs Titanic Thompson in bescheidenen Verhältnissen auf. Doch der Hunger nach Abenteuern trieb ihn schon in jungen Jahren dazu, das Land zu bereisen – ohne konkretes Ziel, aber immer auf der Jagd nach neuen Herausforderungen und Wetten. Im Gegensatz zu vielen anderen Glücksspielern seiner Zeit, die auf reines Glück setzten, war Thompson ein ausgeklügelter Taktiker und ein meisterhafter Beobachter menschlicher Schwächen.
Sein wahres Talent lag jedoch im Wetten. Er lebte von sogenannten Propositionswetten, bei denen er die Regeln der Herausforderung so drehte, dass der Erfolg nahezu garantiert war.
Titanic Thompsons bekannteste Wetten
Thompson war ein Meister darin, Wetten zu platzieren, bei denen der Ausgang nie dem Zufall überlassen wurde. Stattdessen setzte er auf List, Planung und Präzision. Hier einige seiner legendärsten Wetten:
| Wette | Beschreibung |
|---|---|
| Walnusswurf | Er wettete, eine Walnuss über ein Gebäude zu werfen. Das Besondere: Die Walnuss war heimlich mit Blei gefüllt, um das Werfen zu erleichtern. |
| Golfball-Distanz | Thompson wettete, einen Golfball über 500 Yards zu schlagen – unter Ausnutzung eines Gefälles oder gefrorenem Boden, damit der Ball weiter rollte. |
| Erdnuss-Trick | Er warf eine Erdnuss, die mit Blei beschwert war, über eine Straße. Zuschauer waren überzeugt, dass dies unmöglich war – doch Thompson gewann. |
Gewonnen hat er nicht durch Glück, sondern durch das geschickte Setzen der Bedingungen.
Ein Golfgenie mit einer Leidenschaft für Wetten
Thompson war nicht nur ein begnadeter Pokerspieler, sondern auch ein wahres Golfgenie. Viele Profis hätten ihn gern bei offiziellen Turnieren gesehen, doch das Prestige war ihm nicht wichtig. Stattdessen zog er es vor, bei privaten Wetten gegen reiche Gegner anzutreten, oft in einem Spiel, das er scheinbar ganz locker und harmlos begann, nur um dann im entscheidenden Moment zuzuschlagen.
Ein gefährliches Leben: Der „Tödliche Spieler“
Das Leben von Titanic Thompson war keineswegs risikofrei. Er war in mehrere Schießereien verwickelt, und fünf dieser Vorfälle endeten tödlich. Viele dieser Konfrontationen wurden ihm in Notwehr zugeschrieben, was ihm jedoch nicht die Gefahr und die dunklen Seiten seines Lebens nahm. Thompson war oft in den zwielichtigsten Ecken des amerikanischen Westens anzutreffen und soll sogar in dem Saloon gewesen sein, in dem Wild Bill Hickok 1876 erschossen wurde. Angeblich soll er auch die legendäre „Tote-Mann-Hand“ gesehen haben – die Asse und Achten, mit denen Hickok tödlich getroffen wurde.
| Ereignis | Jahr | Ort |
|---|---|---|
| Schießereien | Mehrfach | Verschiedene Städte |
| Begegnung mit Hickoks Geschichte | 1876 | Saloon in Deadwood |
Warum Titanic Thompson bis heute fasziniert
Die Faszination für Titanic Thompson rührt von seiner Kombination aus Geschicklichkeit, Humor und strategischem Denken. Er reiste durch die USA, immer auf der Suche nach der nächsten Wette, und dabei brach er viele ungeschriebene Regeln des Glücksspiels. Heute, Jahrzehnte nach seinem Tod, bleibt er ein Inbegriff für den Unterschied zwischen Glück und Können.
FAQ
Wie lautete der wirkliche Name von Titanic Thompson?
Titanic Thompson hieß mit bürgerlichem Namen Alvin Clarence Thomas.
Wer war der Mann, der die Titanic verließ?
Der Mann, der die Titanic verließ, war Bruce Ismay, der Vorsitzende der White Star Line, die das Schiff betrieb. Er überlebte das Unglück, was ihm viel Kritik einbrachte, da viele Passagiere noch an Bord waren, als er das Rettungsboot bestieg.
Titanic Thompson bleibt ein Symbol für einen außergewöhnlichen Lebensweg, der von Wetten, Glück und Taktik geprägt war. Seine Geschichte ist eine faszinierende Mischung aus Mut, List und einem Leben am Rande des Gesetzes – eine Erzählung, die auch heute noch inspiriert und beeindruckt.














