Das Aus auf dem belgischen Markt kommt für Casinos Austria trotz einer gewissen Absehbarkeit überraschend: Nach einer Entscheidung der zuständigen Aufsichtsbehörden muss sich der Konzern aus Belgien zurückziehen und seine dortige Lizenz abgeben.
Neuausrichtung in Brüssel: Napoleon Games übernimmt das „Viage“
Für das internationale Geschäft von Casinos Austria bedeutet die Entscheidung einen spürbaren Dämpfer. Der Konzern verliert die begehrte Konzession für das bekannte Casino „Viage“ in Brüssel.
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Neuer Betreiber: Die rumänische Napoleon Games Gruppe, die im belgischen Glücksspielmarkt bereits etabliert ist, übernimmt den Standort für die nächsten 15 Jahre.
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Historie & Engagement: Casinos Austria hielt die Lizenz in Brüssel seit 2010 und hat über die Jahre erhebliche Mittel in den Aufbau, die Ausstattung und den laufenden Betrieb des Standorts investiert.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | Wert / Detail |
| Bisherige Investitionen in Brüssel | ca. 80 Mio. Euro |
| Letzter Bruttospielertrag (Viage) | 52,45 Mio. Euro |
| Geschätzter Lizenzwert | etwa 750 Mio. Euro |
| Zukünftige Betreibergruppe | Napoleon Games (Rumänien) |
Rechtliche Prüfung und internationale Nachwirkungen
Die Entscheidung der Behörden traf die Verantwortlichen in Österreich kurzfristig. Das Management prüft derzeit die rechtlichen und wirtschaftlichen Optionen, um die genauen Hintergründe der Lizenzvergabe nachzuvollziehen. Welche Schritte daraus folgen, ist aktuell noch offen.
Der Verlust in Belgien reiht sich in eine Serie internationaler Rückschläge ein:
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Deutschland: Bereits im Vorjahr gingen mehrere deutsche Casino-Standorte an die Gauselmann/Merkur-Gruppe verloren, was zu spürbaren Umsatzeinbußen führte.
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Verbleibendes Auslandsgeschäft: Aktuell betreiben die Casinos Austria noch elf internationale Standorte – fünf davon in Dänemark.
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Umsatzerwartung: Der kombinierte Bruttospielertrag des verbleibenden Auslandsgeschäfts wird auf rund 100 Millionen Euro geschätzt.
Ob diese verbleibenden Standorte ausreichen werden, um die Einnahmeausfälle aus Belgien und Deutschland langfristig zu kompensieren, bleibt abzuwarten.
















