KYC – Know Your Customer

Hannes Darben | von: 28.02.26

KYC steht für Know Your Customer und beschreibt die Identitätsprüfung bei Online-Casinos und Wettanbietern. Ziel ist es, sicherzustellen, dass ein Konto wirklich zur Person gehört, die sich registriert hat – und dass Minderjährige, Betrugsfälle und Geldwäsche wirksam verhindert werden. Für dich als Spieler bedeutet das vor allem: Auszahlungen laufen meist erst dann reibungslos, wenn die Verifizierung sauber abgeschlossen ist.

Was bedeutet KYC?

Unter KYC (Know Your Customer) versteht man die Überprüfung und Verifizierung der Identität von Kundinnen und Kunden. Anbieter müssen dabei prüfen, ob Name, Alter und weitere Angaben stimmen. Gleichzeitig wird kontrolliert, ob Zahlungsmethoden wirklich dir gehören und ob Transaktionen plausibel sind.

KYC ist kein “Extra”, sondern Bestandteil eines regulierten und sicheren Zahlungs- und Glücksspielbetriebs – insbesondere im Online-Umfeld, in dem Ein- und Auszahlungen digital und oft in Echtzeit ablaufen.

Warum verlangen Online-Casinos einen KYC-Prozess?

Ein KYC-Prozess dient mehreren Zwecken gleichzeitig:

  • Jugendschutz (18+): Der Anbieter muss sicherstellen, dass nur volljährige Personen spielen.
  • Betrugsprävention: Schutz vor Identitätsdiebstahl, gestohlenen Karten und Missbrauch fremder Konten.
  • Geldwäscheprävention (AML): Glücksspiel kann missbraucht werden, um Geldflüsse zu verschleiern – genau das soll verhindert werden.
  • Compliance & Sicherheit: Anbieter müssen nachweisen, dass sie Prozesse, Kontrollen und Dokumentation im Griff haben.

Je nach Anbieter können zusätzlich Prüfungen wie Sanktionslisten-Checks oder PEP-Prüfungen (politisch exponierte Personen) stattfinden. Das ist besonders bei größeren Summen oder auffälligen Mustern üblich.

Wie läuft KYC ab?

In der Regel startest du die Verifizierung direkt im Kundenkonto. Viele Anbieter arbeiten mit automatisierten Prüfstrecken (z. B. Foto-Upload, Selfie-Check, Video-Ident) – andere verlangen klassische Dokumentuploads.

Typische Nachweise im KYC-Prozess:

1) Ausweisdokument

Du musst meist ein Foto oder einen Scan von Personalausweis oder Reisepass hochladen. Wichtig: Das Dokument muss gültig sein und gut lesbar.

2) Adressnachweis (Proof of Address)

Üblich sind Strom-/Gasrechnung, Kontoauszug oder ein offizielles Schreiben mit deiner Adresse. Viele Anbieter akzeptieren nur Dokumente, die nicht älter als 3 Monate sind.

3) Zahlungsnachweis (abhängig von der Zahlungsmethode)

Je nach Zahlungsweg können zusätzliche Belege nötig sein:

  • E-Wallet (z. B. PayPal, Skrill): Nachweis, dass das Wallet dir gehört
  • Kredit-/Debitkarte: Foto von Vorder- und Rückseite (oft mit abgedeckten Ziffern)
  • Bankkonto: Kontoauszug oder Zahlungsbeleg, der Ein- oder Auszahlungen zeigt

4) Transaktions-/Kontoauszüge (nur in Einzelfällen)

Wenn ein Anbieter Herkunft und Fluss der Mittel genauer prüfen muss, kann er weitere Nachweise anfordern – meist bei höheren Summen oder ungewöhnlichen Transaktionsmustern.

Wann wird KYC verlangt?

Viele Casinos verlangen KYC:

  • vor der ersten Auszahlung,
  • bei hohen Einzahlungen oder Gewinnen,
  • bei Änderungen deiner Daten,
  • bei Nutzung neuer Zahlungsmethoden,
  • wenn Transaktionen untypisch wirken.

Das ist normal – und oft sogar ein positives Zeichen, weil es zeigt, dass Sicherheits- und Compliance-Prozesse ernst genommen werden.

Was solltest du beim KYC beachten?

Damit es schnell geht und du keine Probleme bei Auszahlungen bekommst:

  • Nur im offiziellen Kundenkonto hochladen: Schicke Ausweise nie an dubiose Mail-Adressen oder fremde Kontakte.
  • Gute Bildqualität: Keine Reflexionen, keine abgeschnittenen Ecken, alle Angaben lesbar.
  • Daten müssen übereinstimmen: Name/Adresse/Geburtsdatum sollten exakt den Dokumenten entsprechen.
  • Weniger ist mehr bei Zahlungsmethoden: Viele wechselnde Konten/E-Wallets können Prüfungen auslösen.
  • Keine Umgehungsversuche: Fremde Konten, falsche Daten oder “Tricks” führen häufig zu Sperren.

KYC und Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland

In Deutschland gilt: Regulierte Anbieter müssen Vorgaben zu Spieler- und Jugendschutz sowie zur Geldwäscheprävention erfüllen. Der Glücksspielstaatsvertrag bildet dafür den rechtlichen Rahmen. Wer diese Pflichten verletzt, riskiert Sanktionen – bis hin zum Lizenzentzug. Für Spieler bedeutet das: KYC ist nicht nur üblich, sondern bei seriösen Angeboten ein fester Bestandteil eines legalen und sicheren Betriebs.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie lange dauert KYC im Online Casino?

Das hängt vom Anbieter ab. Automatisierte Prozesse sind oft schnell, bei manueller Prüfung oder Rückfragen kann es länger dauern.

Muss ich KYC machen, wenn ich nur einzahle?

Viele Casinos erlauben Einzahlungen sofort, verlangen KYC aber spätestens vor der Auszahlung.

Was passiert, wenn ich KYC nicht abschließe?

Auszahlungen können blockiert werden, bis die Verifizierung abgeschlossen ist. In manchen Fällen wird das Konto eingeschränkt.

Ist KYC sicher?

Seriöse Anbieter nutzen verschlüsselte Uploads und klare Prozesse. Trotzdem gilt: Dokumente immer nur über offizielle Wege einreichen.

Hannes Darben Hannes Darben ist Chefredakteur von casinovergleich.eu und spezialisiert auf Online-Glücksspiel, Regulierung und Casinotrends in Europa. Mit über zehn Jahren Branchenerfahrung analysiert er Anbieter, Boni und Spielstrategien und legt dabei besonderen Wert auf Transparenz, Spielerschutz und redaktionelle Qualität in allen Casino-Tests. mehr lesen
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